So will die Polizei Silvester-Randale verhindern

Um an den Silvesterfeiern in den Deutschen Städten für Sicherheit zu sorgen, stehen Tausende Polizisten im Einsatz. Im Bild die Frankfurter Polizei mit einem Räumpanzer vor einem Jahr. (Bild: dpa)

Ausgelassen und mit Feuerwerk feiern viele Menschen den Jahreswechsel. Doch es gibt auch immer wieder zerstörte Fahrkartenautomaten oder Auseinandersetzungen. Die Polizei versucht, das zu vermeiden.

Verstärkte Polizeipräsenz und gezielte Aktionen der Verkehrsbetriebe sollen in der Silvesternacht in Sachsen Vandalismus und Auseinandersetzungen verhindern. «Silvester ist immer die einstatzstärkste Nacht des Jahres», sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz, Jana Ulbricht. «Wir haben uns vorbereitet.» Kommunen und Verkehrsbetriebe wollen Parkschein- und Fahrkartenautomaten stilllegen.

Für die Polizei in Görlitz ist die Altstadtbrücke nach Polen der Schwerpunkt, seit es dort vor einigen Jahren zu Auseinandersetzungen zwischen von jungen Deutschen und Polen kam. Auch wenn sich der Vorfall nicht wiederholt hat – an den Brückenköpfen auf deutscher und polnischer werden sächsische und polnische Beamte sowie die Bundespolizei patrouillieren. Zudem hat die Stadt verboten, auf der Brücke Feuerwerk abzubrennen.

Polizisten mit Steinen beworfen

In Leipzig will die Polizei auf dem Augustusplatz im Zentrum Präsenz zeigen. Zudem baut sie Zugangssperren auf. Am Connewitzer Kreuz, wo es im vergangenen Jahr zu Ausschreitungen kam, bereitet die Stadt Sperrungen an den Zufahrtsstraßen vor. Auf ein Versammlungsverbot verzichtet sie jedoch. In dem linksalternativ geprägten Szeneviertel hatten sich beim vergangenen Jahreswechsel trotz eines solchen Verbotes etwa 1000 Menschen eingefunden und die Beamten mit Böllern und Steinen beworfen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und nahm fünf Männer in Gewahrsam.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe haben angekündigt, das Connewitzer Kreuz «aufgrund zu erwartender Ereignisse» in der Silvesternacht nicht anzufahren. Die Fahrausweisautomaten an den Haltestellen sind ebenso wie in Chemnitz über den Jahreswechsel außer Betrieb.

In Stadtgebiet von Chemnitz hat die für den Nahverkehr zuständige Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG) schon am Donnerstag begonnen, an den Haltestellen des Stadtgebietes ihre Ticketautomaten abzuschalten. Der Grund dafür seien zunehmende Zerstörungen durch Sprengkörper, die Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro an den Geräten verursachen könnten, hieß es. Zudem lässt das Unternehmen alle städtischen Parkscheinautomaten verschliessen. Dies, damit im Ausgabefach der Geräte keine Feuerwerkskörper gezündet werden können. Das habe sich in den vergangenen Jahren bewährt, hieß es. Da Autofahren während dieser Zeit keine Parkscheine lösen können, müssten sie beim Parken die Parkscheibe im Auto einlegen.

Defekte Automaten gelten nicht als Ausrede

Wegen des Silvester-Feuerwerks legen die Dresdner Verkehrsbetriebe aus Sicherheitsgründen eine gut halbstündige Betriebspause ein. Zwar bleiben Ticketautomaten an den Haltestellen und in den Bahnen in Betrieb. Allerdings seien Störungen nicht auszuschließen, hieß es. Das Verkehrsunternehmen wies ausdrücklich darauf hin, dass ein defekter Automat jedoch kein Grund dafür sei ohne Fahrschein mitzufahren. Es empfehle sich, Tickets schon vorher zu kaufen. (dpa/ham)

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