«Auf einmal krachte eine große Welle von hinten auf die Bühne»

Die Tsunami-Katastrophe auf Indonesien hat dem bekannten indonesischen Popsänger alles genommen (Bild: Instagram).

Die Band «Seventeen» spielte gerade ihren zweiten Song an einem beliebten Strand auf Indonesiens Insel Java, als die Todeswelle heranrollte.

Jakarta (dpa) – Der Tsunami vom 22. Dezember in Indonesien riss laut neusten Zählungen mindestens 426 Menschen in den Tod. Weitere 7.200 Menschen wurden verletzt, nach 23 werde noch gesucht. Dies sagte Sutopo Purwo Nugroho, der Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde, am Freitag.

«Seventeen»-Sänger trauert um tote Ehefrau und drei Bandmitglieder

Unter den zahlreichen Opfern ist auch die in Indonesien beliebte Band Seventeen. Die Musiker wurden während ihres Konzerts auf einer Strandbühne vom Tsunami weggespült.

Nur Sänger Riefian Fajarsyah überlebte. Seine Frau starb ebenso wie die anderen Bandmitglieder. Auf seinem Instagram-Profil entschuldigte sich der Musiker, er könne nicht zur Beisetzung der Bandkollegen reisen, er müsse bei seiner Frau bleiben.

Er trieb zwei Stunden im Wasser, inmitten von Leichen

Riefian Fajarsyah hatte Glück im Unglück: Auch er wurde von den Fluten erfasst. Der Pop-Sänger – auch bekannt als Ifan – erzählte dem lokalen TV-Sender One, er habe zwei Stunden im Wasser getrieben, um sich herum Leichen. Als es ihm gelang, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, habe er unter Trümmern die Leichen des Tourmanagers und des Bassisten gefunden. Auch der Gitarrist und der Schlagzeuger sind tot. Auf Instagram nimmt unter Tränen Abschied. Von seinen Bandkollegen – und von seiner Ehefrau.

 

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