So absurd war 2018 – in 7 Zitaten

Donald Trump an einem Treffen der American Conservative Union. (Bild: Gage Skidmore)

Politik ist oft einfach ein grosses Theater – Unterhaltsam, lustig und hin und wieder sogar heilsam. Aber diese sieben Zitate lassen uns doch an der Redlichkeit unserer Politiker zweifeln.

(Das ist eine Übung im Rahmen einer Weiterbildung an der HMS.)

2018 war so schlimm, wie noch nie. Glaubt man der Doomsday-Clock der Atomwissenschaftler sind wir noch zwei Minuten vom atomaren Weltuntergang entfernt.

Der Grund dafür sitzt im Weissen Haus in Washington und macht auch den Auftakt bei diesen sieben Zitaten.

Das schrieb der US-Präsident Donald Trump am 2. Januar per Twitter zur Aussage von Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un, dass er einen Atomwaffenknopf auf seinem Schreibtisch habe.

Der nächste in der Reihe ist kein Geringerer als Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Am 14. Februar liess er auf Twitter verlauten, dass er wie guter Wein mit dem Alter immer besser werde.

 

Wir bleiben gleich in Italien. Am 2. Juni hat Italiens Innenminister Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega seinen Kritikern aus Europa folgendes gesagt:

«Was sage ich denen, die Angst vor dieser Regierung haben? Wir sind elegant, wir lächeln, wir sind demokratisch.»

Von Italien geht es direkt weiter in die Türkei – zu Erdogan. Der Aussenmister Mevlüt Cavusoglu hat in einem Interview mit der dpa gesagt:

«Erdogan ist kein Diktator. Erdogan hat dieses Land reformiert. Erdogan hat diesem Land alle Freiheiten gebracht, Pressefreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung, Menschenrechte.»

Doch nun zurück zu Trump. Und zu Kim Jong Un – also genau dem Mann, der einen kleineren Knopf auf dem Tisch hat, als der US-Präsident. Am 12. Juni trafen sich die beiden in Singapur. Und da sagte Trump über „Little Rocket Man“ – ja, so hat er ihn auf Twitter auch schon tituliert – folgendes: «Großartige Persönlichkeit und sehr smart. Gute Kombination.»

In Brasilien gab es 2018 auch noch etwas: einen Rechtsrutsch. Jair Bolsonaro wurde im Oktober zum Staatspräsidenten Brasiliens gewählt, gilt als frauenfeindlich und rassistisch. Und der künftige Staatspräsident sagte am 21. Oktober bei einer Ansprache vor seinen Anhängern folgendes:

«Es wird eine in Brasilien niemals gesehene Säuberung geben.»

Und damit hat er nicht eine Aufräumaktion im Amazonas gemeint.

Noch einmal zu Donald Trump: Der US-Präsident hat am 13. November die Idee von Emmanuel Macron zerlegt. Frankreichs Präsident dachte öffentlich darüber nach, eine europäische Armee aufzubauen. Trump fand das – na ja – nicht so toll.

Viel lieber hätte es der US-Präsident, wenn die Europäer mehr zur Finanzierung der Nato beitragen würden.


2018 war aber nicht nur politisch heiss. Auch das Wetter knallte.

Nach so viel schlechten News: hier gibts etwas zur Aufmunterung.
hja – mit Material der dpa.

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