Warten aufs Christkind

Keine Weihnachtsruhe im Kreißsaal. – Foto: Arno Burgi/dpa

Im Kreißsaal gibts keine Weihnachtspause. Auf den Geburtsstationen ist Weihnachten ein Tag wie jeder andere.

Werdende Eltern, die ihr Kind in der zweiten Dezemberhälfte erwarten, haben in Schleswig-Holstein gute Chancen auf ein Christkind. In den Universitätsfrauenkliniken in Lübeck und Kiel sind die Kreißsäle über Weihnachten und Silvester ganz normal besetzt. Auf den Geburtsstationen sei Weihnachten ein Tag wie jeder andere, sagte der Direktor der Kieler Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Nicolai Maass. Auch in der Lübecker Universitätsfrauenklinik und im Lübecker Marien-Krankenhaus gibt es keine Sonderregelungen zu Weihnachten. Auch dort heißt es unisono: Babys kommen, wann sie kommen wollen.

«Früher gab es das mal, dass die Zahl der Kaiserschnitte in der Woche besonders hoch war, um spontane Geburten am Wochenende und an Feiertagen zu vermeiden. Doch das ist lange vorbei», sagt Maass. Heute dagegen gebe es Kaiserschnitte und künstlich eingeleitete Geburten nur bei entsprechender medizinischer Notwendigkeit. «Auf Feiertage nehmen wir keine Rücksicht. Irgendwas ist schließlich immer los», sagt der Klinikchef. Deshalb sei der Kreißsaal auch an Weihnachten ganz normal besetzt.

«Auch bei uns ist der Kreißsaal an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr mit zwei bis drei Hebammen und zwei Ärzten besetzt», sagte die Leiterin der Geburtshilfe der Lübecker Uniklinik, Verena Boßung. «Babys halten sich nicht an Zeitpläne, auch wenn Eltern sich das manchmal anders wünschen», sagt sie. Denn gelegentlich äußerten Schwangere den Wunsch, den für Weihnachten errechneten Entbindungstermin vorzuziehen, sagt Boßung. «Aber darauf lassen wir uns nicht ein», versichert sie.

(dpa)

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