Lebensgefährliche Selfies – 14-jähriger stürzt brennend von Oberleitung

ACER

In Bremen endete die Selfieaktion eines  14-jährigen auf einer 15.000 Volt starken Oberleitung mit lebensgefährlichem Sturz und Verbrennungen.

Nach einem Stromschlag aus einer 15 000 Volt starken Oberleitung in Bremen ist der schwer verletzte Jugendliche außer Lebensgefahr. Wie der Sprecher der Bundespolizei, Holger Jureczko, am Dienstag mitteilte, erwachte der 14-Jährige aus dem künstlichen Koma. «Er konnte bereits die ersten Worte mit seiner Familie wechseln», sagte Jureczko. Ihm zufolge hat es der Jugendliche glücklichen Umständen zu verdanken, dass er überlebte. Dazu zählt, dass er sofort von einem Notarzt professionell versorgt wurde. Der Jugendliche war am Sonntagnachmittag mit einem Freund auf einen Bahnmast geklettert, um Handyfotos von oben zu machen. Er bekam einen Stromschlag und stürzte aus rund fünf Metern Höhe brennend zu Boden.

Die Bundespolizei warnt davor, dass die Gefahren, die beim Betreten von Gleisanlagen und Bahnübergängen bestehen, meist unterschätzt werden. Unfallursachen sind unter anderem unachtsames oder unsachgemäßes Verhalten auf Eisenbahnanlagen.

„Immer wieder passiert ein Bahnstromunfall mit  Kindern oder Jugendlichen. Die meisten dieser Unfälle enden mit schwersten Verletzungen oder tödlich. Oft ist jungen Leuten gar nicht bewusst, dass in der Bahn-Oberleitung mit 15.000 Volt etwa 65 Mal mehr Strom fließt als in der Steckdose zu Hause. Und man muss die Oberleitung nicht einmal berühren – schon bei bloßer Annäherung kann es zu einem lebens-bedrohlichen Stromüberschlag kommen“, warnt Polizei-direktor Nicolai-Steve Schipfer.

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