Großeinsatz: Hamburger Flughafen gesperrt – 50 Verletzte

Am Hamburger Flughafen wurde wegen Reizstoffen ein Großeinsatz ausgelöst. Foto: Axel Heimken/dpa

Der Hamburger Flughafen ist am Sonntagmittag wegen eines Gasaustritts im Gebäude für mehr als eine Stunde gesperrt gewesen. Hunderte Reisende mussten bei winterlichen Temperaturen im Freien ausharren. Rund 50 Menschen wurden verletzt. Der Flugbetrieb war von 12.32 bis 13.45 Uhr lahmgelegt, wie der Airport mitteilte. Der unbekannte Stoff war vermutlich durch die Klimaanlage ausgetreten.

In der Kontrollstelle, in der Handgepäck und Fluggäste überprüft werden, habe es eine starke Geruchsbelästigung gegeben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zahlreiche Reisende hätten über Augenbrennen und Reizhusten geklagt. Derzeit gebe es etwa 50 Verletzte.

Auf dem Onlineportal flightradar.com, das Flugverbindungen weltweit anzeigt, waren etliche Flüge zu sehen, die von Hamburg auf andere Flughäfen umgeleitet wurden. Die Zufahrten zum Flughafen wurden gesperrt, auch der S-Bahn-Verkehr zum Airport war unterbrochen.

Eine bisher unbekannte Substanz sei vermutlich durch die Klimaanlage in die Plaza des Flughafens ausgetreten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Airport-Plaza enthält die zentrale Sicherheitskontrolle für die Fluggäste mit Kontrollstellen und Gepäckausgabe; sie schließt die Lücke zwischen den Terminals 1 und 2. Ein Großaufgebot von Rettungskräften war vor Ort.

Die Feuerwehr richtete Behandlungsplätze für die Verletzten ein. Dort sollten Betroffene ärztlich untersucht und anschließend – falls nötig – in ein Krankenhaus gebracht werden.

dpa

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