Anti-Zika-Offensive am Strand in Rio

Rio de Janeiro rüstet sich mit T-Shirts und Infoblättern im Kampf gegen das Zika-Virus auf. Millionen Touristen werden schon bald für den Karneval erwartet. 

Rio de Janeiro. Im Kampf gegen das gefährliche Zika-Virus hat Rio de Janeiros Stadtverwaltung eine Aufklärungsoffensive an den Stränden der Stadt gestartet. Am Strand im Stadtteil Ipanema wurden am Sonntag T-Shirts und Infoblätter verteilt mit der Aufschrift „Xô, Zika“ (übersetzt: „Weg, Zika“) und einem durchgestrichenen Moskito – die Art Aedes aegypti (Gelbfiebermücke) überträgt das Virus. Es steht im Verdacht, bei einer Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei deren Kindern auszulösen. In Brasilien gibt es bisher rund 4180 mögliche Fälle dieser Mikrozephalie, aber erst bei sechs Frauen konnte nachgewiesen werden, dass sie sich mit Zika infiziert hatten.

Den Strandbesuchern wurde unter anderem geraten, sich von stehenden Gewässer fernzuhalten, Swimmingpools abzudecken, Reifen trocken zu lagern und ebenso die Klimaanlagen ständig trocken zu halten – in Verbindung mit Wasser gilt beides als Eiablageplatz von Moskitos.

Die Kampagne mit den Schutzmaßnahmen trägt den Titel: „10 Minuten retten Leben“. Die Moskitoart überträgt auch das Dengue-Fieber. Die Stadt verspricht, dass der zusätzliche Einsatz von Insektiziden Gefahren für die Besucher des Karnevals vermeiden soll. Dazu werden bis zu eine Million Touristen erwartet.  (dpa)

Länder in Lateinamerika in denen Infektionen mit dem Zika-Virus aufgetreten sind. Symptome der Krankheit und Überträger. Hochformat 90 x 120 mm, Grafik: A. Brühl/ J. Reschke , Redaktion: K. Pepping (Aktualisierung: ungeborenes Kind statt Embryo und Aedes-Mücken statt die Aedes-Mücke)

Länder in Lateinamerika in denen Infektionen mit dem Zika-Virus aufgetreten sind. Symptome der Krankheit und Überträger. Hochformat 90 x 120 mm, Grafik: A. Brühl/ J. Reschke , Redaktion: K. Pepping (Aktualisierung: ungeborenes Kind statt Embryo und Aedes-Mücken statt die Aedes-Mücke)