Iran transportiert 11 Tonnen Uran ab

Atomanlage in Bushehr: Iran verschifft angereichertes Uran nach Russland

Der Iran hat mehr als elf Tonnen niedrig angereichertes Uran nach Russland verschifft. Das Land erfüllt damit einen wichtigen Teil des Atomabkommens, sagt US-Außenminister John Kerry.

Teheran – Der Iran hat eine der wichtigsten Verpflichtungen aus dem Atomabkommen erfüllt. Das Land habe mehr als Tonnen schwach angereichertes Uran-Material nach Russland verschifft, sagte US-Außenminister John Kerry. Weiter sprach er von einem der bedeutendsten Schritte, die die Islamische Republik bislang im Rahmen des Abkommens unternommen habe.

Das Atomabkommen, dass der Iran mit den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland im Juli diesen Jahres abschloss, erlaubt dem Iran Atomenergie friedliche zu nutzen. Deswegen wird der Iran 137 Tonnen „Yellowcake“ aus Russland einführen. Das pulverförmige Gemisch aus Uranverbindungen ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Brennelementen.

In dem Abkommen verpflichtet sich der Iran dazu, die Urananreicherung deutlich zurückzufahren und scharfe Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zuzulassen. Laut Atomabkommen darf der Iran nur 300 Kilogramm niedrig angereichertes Uran behalten, das für den Bau von Atombomben geeignet ist. Im Gegenzug werden die in dem Atomkonflikt verhängten Finanz- und Handelssanktionen schrittweise aufgehoben. Mit diesem Schritt wird spätestens im Februar 2016 gerechnet.

Mit Informationen von dpa und Zeit Online