Naturschützer: Keine Tiere zu Weihnachten verschenken

Ein Hund steht am 10.12.2015 in einem Tierheim in Köln (Nordrhein-Westfalen) in einem Zwinger. Foto: Henning Kaiser/dpa (zu dpa/lnw «Keine Tiere verschenken - Heime stoppen Vermittlung vor Weihnachten» vom 12.12.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Lebende Tiere eignen sich nach Ansicht des Naturschutzbundes (Nabu) nicht als Weihnachtsgeschenk.

Leiferde/Kr. Gifhorn (epd). Spätestens vor dem nächsten Sommerurlaub fänden sich unzählige Tiere auf der Straße, im nächsten Tümpel oder im Gebüsch wieder, erklärte die Organisation am Dienstag. Andere landeten im Tierasyl oder sogar auf dem Müll.

Insbesondere freigelassene Exoten bedeuteten für die heimische Natur ein Problem. Freigesetzte Aquarienfische, Amphibien wie die aus Amerika stammenden Ochsenfrösche und Reptilien wie Schmuckschildkröten könnten zur ökologischen Belastung für die heimische Tierwelt werden. Sie verdrängten angestammte Arten durch Konkurrenz oder dezimierten sie durch mitgebrachte Krankheiten.

Stattdessen könnten Geschenk-Patenschaften einen sinnvollen Beitrag leisten, den heimischen Tierarten beizustehen, hieß es weiter. Damit werde beispielsweise die Rettung eines Weißstorches, Uhus, Mäusebussards oder einer Schleiereule im Nabu-Artzenschutzzentrum Leiferde finanziert. Das Zentrum nimmt jedes Jahr knapp 2.000 artengeschützte Wildtiere auf, die krank, verletzt oder hilflos sind, aus nicht artgerechter Haltung stammen oder aufgrund fehlender Papiere beschlagnahmt wurden.