iPhone und Google-Handy: So gelingen kostenlose Telefonate übers Internet

Der Markt für Internet-Telefonate gerät in Wallung: Skype wollte an diesem Dienstag sein gleichnamiges Telefonierprogramm als Anwendungen für die Handys iPhone von Apple und G1 von Google veröffentlichen. Damit werden kostenlose Telefonate möglich, sofern man sich mit seinem Handy in einem WLAN-Funknetz befindet und der Gesprächspartner ebenfalls Skype benutzt (egal ob ebenfalls auf dem Handy in einem WLAN eingebucht ist oder am Rechner mit Internetanschluss sitzt). Funktionstüchtig ist diese Technik allerdings bereits bei anderen Anbietern wie friendcaller.com und fring.com.

Das Besondere an friendcaller.com: Deren Anwendung funktioniert nicht nur übers Internet-Handy, sondern direkt im Internet-Browser ohne Installation von Zusatzsoftware. Wenn man sich etwa mit einem iPhone in einem WLAN aufhält, kann man so den Gesprächspartern am Arbeitsplatz-Computer anrufen – sofern der sich gerade auf der Homepage von friendcaller.com angemeldet hat. Er benötigt dafür keine extra Software. Die Telefoniersoftware wurde als Java-Programm realisiert, das sich im Augenblick der Kontaktaufnahme automatisch lädt. Gespräche ins Festnetz sind ebenfalls möglich, dann aber kostenpflichtig. „Wir glauben an unsere ‚CallMe‘-Links“, sagt Geschäftsführer Michael Knecht – das sind Links, die sich auf Webseiten unterbringen lassen, um so auf Mausklick ein Telefonat herzustellen. Knecht demonstriert einen solchen Link in einem Twitter-Beitrag.

Bereits seit Oktober 2008 ist zudem Fring mit einer Anwendung fürs iPhone am Start, die unter anderem Telefonate via Skype ermöglicht. Allerdings gab es bereits zu Beginn Beschwerden über die Unzuverlässigkeit der Software.

Der Trend jedoch ist klar: Wo künftig ein WLAN zur Verfügung steht, wird auch Telefonieren ohne Zusatzkosten möglich. Solche Internet-Telefonate übers Handy-Netz dagegen will die Telekom in Deutschland blockieren.

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