Im Test: Google-Suche per Spracheingabe

Google-Suche per Spracheingabe

Google-Suche per Spracheingabe

Der Internet-Konzern Google hat einen neuen Service gestartet, der Internet-Suchen per Spracheingabe ermöglicht. Zunächst ist das Angebot nur auf dem iPhone-Handy von Apple möglich. Dort startet man ein  Google-Programm, mit dem normale Sucheingaben per Tastatur auf dem Bildschirm möglich sind. Hebt man das Handy ans Ohr, erkennt das Gerät automatisch, dass eine sprachbasierte Suche bevorsteht und signalisiert seine Bereitschaft durch einen Ton. Anschließend kann man dem Handy seine Suchwörter vorsprechen. In unserem Test waren die Ergebnisse allerdings wenig zuverlässig. Suchwörter werden nur in amerikanisch-englischer Aussprache erkannt.

Aus „how tall is the mount everest“ wird dann schon mal „hotel is the mount everest“, so dass anstelle der Höhe des Bergs falsche Treffer zu Unterkünften am Mount Everest angezeigt werden. Erst im dritten Versuch fand die sprachbasierte Suche eine Seite bei wiki.answers.com, die die korrekte Höhe 8448 Meter angab. Mit weiteren Suchtests ging es häufig ähnlich: Die Spracherkennung schlug zu häufig fehl, was allerdings auch am norddeutschen Akzent des Testers liegen könnte.

Dennoch beeindruckend ist die einfache Bedienung solch einer sprachbasierten Suche. Und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, dass Google die Spracherkennung gravierend verbessert: Durch die Übermittlung abertausender Miniaufnahmen vorgesprochener Suchwörter übers iPhone erhält der Suchmaschinenprimus ein riesig werdendes Basismaterial.

Damit kann Google die Spracherkennung langfristig verbessern: Richtig erkannte Spracheingaben übermittelt die Kundschaft in dem Augenblick, wenn sie auf einen der angezeigten Treffer klickt. Damit werden langfristig auch schwierige Akzente erkennbar. Entsprechende Analysesoftware bei Google durchforstet künftig alle eingehenden Aufnahmen von Internetsurfern und stellt die diversen Aussprachevarianten eines Wortes zum Vergleich für künftige Suchen bereit.

Google-Treffer nach der Spracheingabe

Google-Treffer nach der Spracheingabe

Unternehmen wie IBM, die seit 30 Jahren an der Spracherkennung forschen, haben dagegen kaum Zugriff auf solche Sprachaufnahmen aus aller Welt.

Einmal mehr dürfte Google damit einen Startpunkt für eine neue Ära gesetzt haben: Dienstag war der Tag, als Google ein weltweites Archiv von Spracheingaben eröffnete.

Ursprünglich sollte es bereits ein paar Tage früher auf dem iPhone losgehen. Doch dem machte offensichtlich Apple einen Strich durch die Rechnung. Die Google-Sprach-Suche sollte in der ersten geplanten Fassung auch eine sprachbasierte Durchsuche nach Kontakten im Adressbuch des iPhones ermöglichen. „Call Steve“ vorzusprechen, um einen „Steve“ aus dem iPhone-Adressbuch anzurufen, möchte Apple offenbar lieber selbst als Software irgendwann anbieten.

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